Skip to main content

We were there

Wir waren dabei, als du pünktlich zu deinem Termin gekommen bist.
Weil unsere Produkte eine Grundlage dafür schaffen, dass Stromnetze auch bei hoher Last stabil bleiben.

Das Verteilnetz in Trier wird
digital und transparent

Immer mehr Elektromobilität, PV-Anlagen und Wärmepumpen verändern das Stromverteilnetz in Trier spürbar. Die lokalen Stadtwerke mussten ihre Messtechnik entsprechend grundlegend modernisieren. Die Wunschliste der Planer war kurz, aber anspruchsvoll. Sie fanden eine Lösung, die alle Kriterien erfüllte.

Das Stromverteilnetz der Stadtwerke Trier ist typisch für viele deutsche Städte: Ein Stadtkern mit in Gebäude integrierten Trafostationen, dazu einige Gewerbegebiete und ein wachsender Speckgürtel mit immer mehr PV-Anlagen, Wärmepumpen und Ladesäulen für Elektromobile.

Typisch ist auch: Die elektrische Infrastruktur war ursprünglich nicht für die hohen Lasten dieser neuen Verbraucher und Erzeuger ausgelegt. Es fehlte bislang auch der detaillierte Überblick, wo im Netz Überschüsse oder Engpässe auftreten und welche Maßnahmen erforderlich sind. Auch bringt der Anfang 2024 in Kraft getretene §14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) Energieversorger in Handlungszwang. Sie dürfen den Anschluss von Verbrauchern wie Wärmepumpen, privaten Ladeeinrichtungen für E-Autos nicht mehr ablehnen oder verzögern. Im Gegenzug dürfen sie den Strombezug von Ladesäulen etc. zeitweise reduzieren, wenn eine Überlastung im Netz droht. Dieses Vorgehen lässt sich jedoch nur mit aktuellen Lastflussdaten realisieren.

Digitalisierung im Neubau und Bestand

Vor diesem Hintergrund und mit der entsprechenden technischen Anforderungsliste wollten die Stadtwerke Trier ihre Trafostationen mit moderner, digitaler Messtechnik ausstatten. Die bisherigen Messgeräte erfüllten beispielsweise die Anforderungen des §14a EnWG nicht und mussten ersetzt werden. Dafür definierten die Betreiber die notwendigen Kriterien, verglichen verschiedene Hersteller und wurden letztlich im Janitzaportfolio fündig. „Die Geräte sollten sich sowohl für Neuanlagen als auch für die Nachrüstung bestehender Anlagen eignen. Gerade bei Bestandsanlagen ist der Platzbedarf ein entscheidender Faktor“, sagt Tobias Reinhard, der sich als Anlagenplaner um Neuanlagen und die Nachrüstmaßnahmen (Retrofit) in den Trafostationen kümmert.

Ein System für alle Fälle – modular und sehr kompakt

Die Stadtwerke Trier nutzen hauptsächlich den modular erweiterbaren Netzanalysator UMG 801 von Janitza, der sich durch verschiedene Module ergänzen lässt. „Für den Umbau von Bestandsanlagen ist das Strommessmodul 800-CT8-LP besonders interessant“, erläutert Janitza Vertriebsmanager Ludwig Resch. Das Modul benötigt wenig Platz, bietet aber 8 Strommesskanäle und kann in größeren Stationen oder speziellen Einbausituationen an einer beliebigen Stelle in der Station installiert werden.

Der Leiter der Abteilung „Betrieb und Elektrizität“ bei der SWT, Andreas Faber, war mit den ersten Installationen zufrieden. „Die sichere Nachrüstbarkeit im laufenden Betrieb ist für uns wichtig, da wir die Stationen nicht ausschalten können. Und bei 450 Stationen kommt der Zeitfaktor dazu. Wenn ich bei jeder Station durch die einfache Nachrüstung zwei Stunden einspare, ist das ein großer Vorteil.“

Datenhoheit ohne Wenn und Aber

Die Digitalisierung der Trafostationen umfasste auch die Übertragung der Daten aus der Station in das Leitsystem der Stadtwerke. Hierfür wollten die Betreiber eigene Systeme nutzen. Janitza bietet hierfür dank der offenen Schnittstellen eine offene und flexible Lösung, wie Reinhard bestätigt: „Wir haben jederzeit Zugriff auf unsere Daten. Es gibt keine systembedingte Verschlüsselung und man benötigt keine spezielle Software, um die Daten auszulesen. Bei anderen Systemen ist das oft mit Lizenzgebühren verknüpft. Nicht so bei Janitza.“

Die UMG 801 Netzanalysatoren bieten den Stadtwerken Trier zudem eine umfassende Analyse der Netzqualität. Die Betreiber können künftig Auffälligkeiten wie sogenannte Oberschwingungen erkennen und abschätzen, ob es kritisch werden könnte. „Das wird speziell für die Versorgung unserer Gewerbekunden immer wichtiger“, so Reinhard.

Umbau ganz nach Bedarf

Im Mai 2025 verfügen 46 Stationen über die neue Messtechnik. Dazu Faber: „Wir wollen unsere 450 Stationen weiter bedarfsorientiert umrüsten. Das Vertrauen in die verbaute Technik ist uns dabei sehr wichtig. Ausfälle sind teuer und binden Personal. Bei Janitza sind wir sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und den Konzepten.“ Mit ihrem digitalisierten Ortsnetz sind die Stadtwerke Trier gut aufgestellt für zusätzliche Verbraucher wie die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität – und schaffen damit eine solide Basis für die Energiewende.

To display the contact form, content from Pardot must be loaded. When activated, data may be transferred to Pardot and other third-party providers.

More information