Die Zukunft
der Energie gestalten
Energie ist die Grundlage der modernen Welt. Janitza entwickelt seit vier Jahrzehnten die Messtechnik und Software, die elektrische Infrastrukturen intelligenter, sicherer und zukunftsfähiger machen. So entsteht die Basis für eine transparente Energiewelt.
Unsere Herkunft.
Unsere Zukunft.
1961, mitten in der Zeit des Wirtschaftswunders, gründet Eugen Janitza seine Firma „Eugen Janitza Steuerungen und Schaltanlagen”. 1963 folgte bereits der erste Mitarbeiter und 1969 die erste Produktionsstätte in Naunheim.
Eugen Janitza: ein Mensch mit einer Idee und dem Mut, anzufangen.

Gründung der “Eugen Janitza Steuerungen Schaltanlagen”

Einstellung des ersten Mitarbeiters der „Eugen Janitza Steuerungen und Schaltanlagen“

und einer Idee entsteht ein globales Familienunternehmen
Gründung der “Eugen Janitza Steuerungen Schaltanlagen”

und einer Idee entsteht ein globales Familienunternehmen

Einstellung des ersten Mitarbeiters der „Eugen Janitza Steuerungen und Schaltanlagen“

1986 gründen Eugen und Markus Janitza die Janitza electronics GmbH mit ca. 30 Mitarbeitenden. Die Fertigung in Lahnau wird 1988 ausgebaut, genauso wie das Portfolio mit dem Launch des Universalmessgeräts UMG 500 ein Jahr später.
Ein Auftakt in Lahnau und der Beginn einer globalen Geschichte.

Gründung der Janitza electronics GmbH mit ca. 30 Mitarbeitenden

in Lahnau


UMG 500

in Lahnau
Gründung der Janitza electronics GmbH mit ca. 30 Mitarbeitenden


UMG 500
grenzenlose Möglichkeiten


in Lahnau

Messgeräts UMG 503



in Lahnau
Messgeräts UMG 503


Immer einen Schritt voraus.
Messgeräts UMG 96

des Netzanalysators UMG 96S

mit Web-Anbindung an den Start

Modernisierung und Erweiterung der Fertigungseinrichtungen

Klasse-A-Analysator UMG 511

des Netzanalysators UMG 96S
mit Web-Anbindung an den Start
Modernisierung und Erweiterung der Fertigungseinrichtungen


Klasse-A-Analysator UMG 511
Janitza hat sie.

Aufstockung des Bürogebäudes


SMD-Fertigungslinie

Neues Bürogebäude

SMD-Fertigungslinie

Aufstockung des Bürogebäudes

Neues Bürogebäude
Und immer noch Janitza.
Von 226 auf 585 Mitarbeitende, neue Standorte in Wetzlar, Siegen, den USA, UK/Irland, Australien und Mexiko. Die 2020er sind die dynamischste Dekade von Janitza. Mit dem Start von Project Solutions und der Eröffnung der Zukunftsfabrik 2026 wird die Firma aus Lahnau zum globalen Player. Das Unternehmen agiert weltweit, aber die Werte und Tradition des Familienunternehmens bleiben.
Auch in der Zukunft.

Neues Logistikzentrum,
Wachstum auf 226 Mitarbeitende



Eröffnung der Janitza Zukunftsfabrik und
Wachstum auf 683 Mitarbeitende


Neues Logistikzentrum,
Wachstum auf 226 Mitarbeitende

Eröffnung der Janitza Zukunftsfabrik und
Wachstum auf 683 Mitarbeitende
Einblicke vom Gründer
Hinter jedem Unternehmen stehen Menschen mit einer Überzeugung. Was Janitza heute ist, wurzelt in der Haltung und dem Antrieb seines Mitgründers, Markus Janitza. Eine Perspektive, die das Unternehmen bis heute prägt.

Es gibt Unternehmen, die entstehen aus Businessplänen, Investorenrunden und Marktanalysen. Janitza Electronics entstand aus einer grünen Wiese, aus dem Instinkt eines Mannes und dem Mut auf Menschlichkeit zu setzen.
Heute, vier Jahrzehnte nach der Gründung, sitzt Markus Janitza an eben jenem Standort, den sein Vater einst skeptisch betrachtete. Waldgirmes, Lahnau. Hier entwickeln, produzieren und entscheiden heute mehrere hundert Menschen. Wer die Geschichte dieses Unternehmens verstehen will, muss dort beginnen, wo nichts war.

Eugen Janitza wollte in Naunheim bleiben. Sein Unternehmen war dort verwurzelt, seine Mitarbeiter kannten die Wege, er kannte die Nachbarschaft. Doch das Gelände lag im Wohn- und Mischgebiet und eine Erweiterung war baurechtlich nicht mehr möglich. Das Wachstum drohte an einer Ortsgrenze zu enden. Dann klingelte das Telefon. Der Bürgermeister aus Lahnau hatte von den Expansionsplänen gehört und bot ein Grundstück in Waldgirmes an. Die erste Reaktion fiel knapp aus. „Was soll ich denn in Lahnau? Ich bin doch hier in Naunheim”, soll Eugen Janitza gesagt haben. Er fuhr trotzdem hin. Gute Verkehrsanbindung, Platz für Wachstum, direkt am Ortseingang. Aus Skepsis wurde Überzeugung – schneller als erwartet. „Jawohl, das kaufe ich”, lautete das Urteil nach der Besichtigung.
1986 entstand auf diesem Gelände die Janitza Electronics GmbH. Markus Janitza war damals etwa 20 Jahre alt, frisch aus dem Abitur. Sein Vater holte ihn früh ins Boot und das nicht nur als Anteilseigner, sondern mit klarer Botschaft: „Er gab mir nicht einfach einen Anteil, sondern Verantwortung. Das war sein eigentliches Geschenk.”

Wer verstehen will, welchen Charakter Janitza Electronics über die Jahrzehnte entwickelt hat, muss in die frühen Produktionsräume schauen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter saßen rechts und links an langen Tischen, in der Mitte das Material. Handarbeit, Erfahrung, Konzentration. Keine automatisierten Fertigungsstraßen, kein digitales Lager. Vieles entstand durch Sorgfalt und gesammelte Erfahrung. Eugen Janitza führte das Unternehmen mit einer Geste, die einfach war – und die bis heute nachwirkt. Wenn der Monatsumsatz stimmte, ging er durch die Firma. Und dann gab es Pizza für alle. „Es war sein Weg zu sagen: Das hier gehört uns allen”, erinnert sich Markus Janitza. Heute feiern sie Sommer- und Weihnachtsfeste. Das Gefühl dahinter ist dasselbe geblieben.
Dieser Charakter zeigt sich nirgends deutlicher als in den langen Lebensläufen, die Janitza geprägt haben. Manche Kolleginnen und Kollegen sind seit Jahrzehnten dabei – sie waren noch bei Eugen Janitza, haben Schaltschränke gebaut, Fenster eingesetzt, selbst angepackt. Nicht weil es eine strategische Entscheidung war, sondern weil Fremdfirmen schlicht nicht im Budget lagen. „Damals fehlten uns die finanziellen Mittel für Vieles. Also haben wir es selbst gemacht”, erinnert sich Markus Janitza. Aus dieser Notwendigkeit wurde eine Haltung. Und aus dieser Haltung wurde ein Teil der Unternehmensidentität – die bis heute spürbar ist, wenn man durch die Flure geht und in die Gesichter schaut.

Zu den frühen Prägungen des Unternehmens gehört auch eine Geschichte, die wenig mit Technik, aber viel mit Vertrauen zu tun hat. Eugen Janitza stand der IT skeptisch gegenüber – und das aus gutem Grund. Bei einem früheren Unternehmen hatte er mit einem großen IT-Projekt erheblich Geld verloren. Der Prokurist, der das Vorhaben verantwortete, verstarb früh. Das Projekt lief ins Leere. Für Eugen Janitza bedeutete IT seitdem vor allem eines: Ärger, Kosten, Enttäuschung.
Sein Sohn sah das anders. „Ich kam als IT-begeisterter Mensch in die Firma und wollte Dinge verändern. Das war nicht immer einfach.” Irgendwann gab der Vater seinen Segen – ohne jedes Detail zu verstehen, aber mit dem Vertrauen, Entscheidungen treffen zu lassen. „Das rechne ich ihm hoch an”, sagt Markus Janitza heute. Was folgte, war kein großes Digitalisierungsprojekt. Es war ein PC auf einem Schreibtisch. In der Auftragsverwaltung arbeiteten zwei Mitarbeiterinnen noch mit der Schreibmaschine. Markus Janitza nahm die Schreibmaschine weg und stellte den Computer hin. Begeisterungsstürme blieben aus. Aber der Schritt war gesetzt. „Fortschritt beginnt nicht nur in der Entwicklung – er beginnt an jedem einzelnen Schreibtisch und auch im Verständnis.”

Zehn Jahre nach der Gründung stand das Unternehmen an einem Kipppunkt. Die Firma war klein, finanziell begrenzt – und ein erheblicher Teil der Arbeit bestand aus Zulieferleistungen für andere Unternehmen. Man erfüllte Anforderungen, die nicht die eigenen waren, sondern weil man es finanziell musste. Das machte abhängig.
„Wir standen quasi mit dem Rücken an der Wand”, beschreibt Markus Janitza diese Phase. Aus dieser Enge heraus entstand eine der folgenreichsten Entscheidungen der Unternehmensgeschichte: Janitza investierte konsequent in eigene Entwicklung. Eigene Produkte. Eigene Technologie. Eigene Zukunft. Das kostete Geld, Zeit und Kraft. Erfolg kam nicht sofort. Aber der Kurs war gesetzt – und er sollte alles verändern.

Es war eine denkbar schlichte Beobachtung, aus der einer der wichtigsten Impulse für die Produktentwicklung entstand. Eugen Janitza ging durch die Entwicklungsabteilung, sah einen Messaufbau mit einer Reihe einzelner Analoganzeigen – Amperemeter, Voltmeter, Leistungsmesser, Frequenzmesser – und stellte eine Frage: „Warum machen wir nicht alles in ein Gerät?”
Aus heutiger Sicht klingt das selbstverständlich. Damals war es ein großer Schritt. Spannung, Strom, Frequenz, Leistung, Blindleistung, Cosinus Phi – alles in einem Gerät, nur ein Kabelbaum, deutlich weniger Aufwand im Schaltschrank. Das war mehr als technischer Fortschritt. Es war der Ausdruck einer neuen Haltung: nicht liefern, was andere vorgaben, sondern selbst Ideen voranbringen, die echten Nutzen stiften.
Schon in dieser Zeit beschäftigte sich Janitza mit Themen, die heute wieder im Zentrum stehen: Energieverbrauch steuerbar machen, Lasten managen, Anlagen effizient betreiben. Die Begriffe haben sich verändert. Die Grundidee blieb: Energie sichtbar, messbar und steuerbar machen.

Irgendwann reichte es nicht mehr, Messwerte nur anzuzeigen. Die Frage lautete: Wie lassen sich Daten speichern, auslesen, auswerten? Die ersten Schritte waren denkbar einfach – ein Gerät, das Strom- und Spannungswerte mit Datum und Uhrzeit auf eine Diskette schrieb. Schlicht, aber bedeutsam: Zum ersten Mal ließen sich Messdaten zeitbezogen erfassen und nachverfolgen. Aus Messwerten wurden Daten. Aus Daten wurden Informationen. Und aus Informationen entstanden neue Möglichkeiten – eine Entwicklung, die bis zur heutigen GridVis® reicht.
Eine Episode aus jener Zeit ist Markus Janitza besonders im Gedächtnis geblieben. Auf der Hannover Messe schalteten sie morgens alles ein. Natürlich lief nichts. Er schraubte den Datensammler auf, steckte die Grafikkarte heraus und wieder hinein. Danach lief es – die digitale Anzeige zeigte die Messwerte live auf der Messe. „Ich bin kein Ingenieur, ich komme aus der Betriebswirtschaft. Aber Technik hat mich immer interessiert. Und manchmal entscheidet ein kleiner Handgriff darüber, ob eine Präsentation funktioniert oder nicht.”

Nach dem Studium verbrachte Markus Janitza etwas Zeit in den USA. Er sah ein riesiges Geschäftspotenzial. Ein Traum nahm Gestalt an: eines Tages eine eigene Gesellschaft dort aufzubauen.
2022 wurde dieser Traum Realität. In Ashburn, Virginia, entstand die amerikanische Tochtergesellschaft. Heute arbeiten dort mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vertrieb, Lager, Service und Support. Entwicklung und Produktion bleiben in Lahnau. Aber von dort gehen die Produkte in die Welt. Nach den USA folgten eigene Einheiten in Australien, England und Mexiko. Lahnau bleibt der Ursprung. „Wenn ich morgens aufwache, weiß mein Auto schon, wohin es fahren muss”, sagt Markus Janitza mit einem Lächeln. Hier liegt der Kern.

Der KI-Boom, neue Rechenzentren, Automatisierung, Digitalisierung – der Energiebedarf wächst rasant. Die Netze werden stärker belastet. Spannungsqualität, Transparenz und Messtechnik gewinnen an Bedeutung. „Wir können hier einen echten Beitrag leisten, weil wir seit Jahrzehnten an genau diesen Themen arbeiten”, so Janitza. Von der analogen Anzeige zur digitalen Plattform – das Unternehmen kennt diesen Weg aus eigener Erfahrung.
Vierzig Jahre. Mehrere Standorte. Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Produkte, die in Rechenzentren, Industrieanlagen und Gebäuden auf der ganzen Welt im Einsatz sind. Und doch denkt Markus Janitza, wenn er auf diese vier Jahrzehnte zurückblickt, zuerst an Menschen. An seinen Vater, der mutige Entscheidungen traf und ihm Vertrauen schenkte. An seine Mutter. An langjährige Kollegen, die diesen Weg mitgegangen sind. „Denn ein Unternehmen entsteht nicht durch Gebäude oder Maschinen. Es entsteht durch Menschen, die daran glauben, mitarbeiten und auch schwierige Phasen tragen.”
Was auf einer grünen Wiese in Lahnau entstanden ist, begann mit einem Telefonanruf, einer Besichtigung und einem Satz: Jawohl, das kaufe ich. Den Rest schrieben Menschen, nicht nur damals, sondern heute und ganz sicher auch in der Zukunft.

Es gibt Unternehmen, die entstehen aus Businessplänen, Investorenrunden und Marktanalysen. Janitza electronics entstand aus einer grünen Wiese, aus dem Instinkt eines Mannes und dem Mut auf Menschlichkeit zu setzen.
Heute, vier Jahrzehnte nach der Gründung, sitzt Markus Janitza an eben jenem Standort, den sein Vater einst skeptisch betrachtete. Waldgirmes, Lahnau. Hier entwickeln, produzieren und entscheiden heute mehrere hundert Menschen. Wer die Geschichte dieses Unternehmens verstehen will, muss dort beginnen, wo nichts war.

Eine Wiese und ein Telefonanruf
Eugen Janitza wollte in Naunheim bleiben. Sein Unternehmen war dort verwurzelt, seine Mitarbeiter kannten die Wege, er kannte die Nachbarschaft. Doch das Gelände lag im Wohn- und Mischgebiet und eine Erweiterung war baurechtlich nicht mehr möglich. Das Wachstum drohte an einer Ortsgrenze zu enden. Dann klingelte das Telefon. Der Bürgermeister aus Lahnau hatte von den Expansionsplänen gehört und bot ein Grundstück in Waldgirmes an. Die erste Reaktion fiel knapp aus. „Was soll ich denn in Lahnau? Ich bin doch hier in Naunheim”, soll Eugen Janitza gesagt haben. Er fuhr trotzdem hin. Gute Verkehrsanbindung, Platz für Wachstum, direkt am Ortseingang. Aus Skepsis wurde Überzeugung – schneller als erwartet. „Jawohl, das kaufe ich”, lautete das Urteil nach der Besichtigung.
1986 entstand auf diesem Gelände die Janitza electronics GmbH. Markus Janitza war damals etwa 20 Jahre alt, frisch aus dem Abitur. Sein Vater holte ihn früh ins Boot und das nicht nur als Anteilseigner, sondern mit klarer Botschaft: „Er gab mir nicht einfach einen Anteil, sondern Verantwortung. Das war sein eigentliches Geschenk.”

Handarbeit, Pizza und eine Haltung
Wer verstehen will, welchen Charakter Janitza electronics über die Jahrzehnte entwickelt hat, muss in die frühen Produktionsräume schauen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter saßen rechts und links an langen Tischen, in der Mitte das Material. Handarbeit, Erfahrung, Konzentration. Keine automatisierten Fertigungsstraßen, kein digitales Lager. Vieles entstand durch Sorgfalt und gesammelte Erfahrung. Eugen Janitza führte das Unternehmen mit einer Geste, die einfach war – und die bis heute nachwirkt. Wenn der Monatsumsatz stimmte, ging er durch die Firma. Und dann gab es Pizza für alle. „Es war sein Weg zu sagen: Das hier gehört uns allen”, erinnert sich Markus Janitza. Heute feiern sie Sommer- und Weihnachtsfeste. Das Gefühl dahinter ist dasselbe geblieben.
Dieser Charakter zeigt sich nirgends deutlicher als in den langen Lebensläufen, die Janitza geprägt haben. Manche Kolleginnen und Kollegen sind seit Jahrzehnten dabei – sie waren noch bei Eugen Janitza, haben Schaltschränke gebaut, Fenster eingesetzt, selbst angepackt. Nicht weil es eine strategische Entscheidung war, sondern weil Fremdfirmen schlicht nicht im Budget lagen. „Damals fehlten uns die finanziellen Mittel für Vieles. Also haben wir es selbst gemacht”, erinnert sich Markus Janitza. Aus dieser Notwendigkeit wurde eine Haltung. Und aus dieser Haltung wurde ein Teil der Unternehmensidentität – die bis heute spürbar ist, wenn man durch die Flure geht und in die Gesichter schaut.

am Schreibtisch
Zu den frühen Prägungen des Unternehmens gehört auch eine Geschichte, die wenig mit Technik, aber viel mit Vertrauen zu tun hat. Eugen Janitza stand der IT skeptisch gegenüber – und das aus gutem Grund. Bei einem früheren Unternehmen hatte er mit einem großen IT-Projekt erheblich Geld verloren. Der Prokurist, der das Vorhaben verantwortete, verstarb früh. Das Projekt lief ins Leere. Für Eugen Janitza bedeutete IT seitdem vor allem eines: Ärger, Kosten, Enttäuschung.
Sein Sohn sah das anders. „Ich kam als IT-begeisterter Mensch in die Firma und wollte Dinge verändern. Das war nicht immer einfach.” Irgendwann gab der Vater seinen Segen – ohne jedes Detail zu verstehen, aber mit dem Vertrauen, Entscheidungen treffen zu lassen. „Das rechne ich ihm hoch an”, sagt Markus Janitza heute. Was folgte, war kein großes Digitalisierungsprojekt. Es war ein PC auf einem Schreibtisch. In der Auftragsverwaltung arbeiteten zwei Mitarbeiterinnen noch mit der Schreibmaschine. Markus Janitza nahm die Schreibmaschine weg und stellte den Computer hin. Begeisterungsstürme blieben aus. Aber der Schritt war gesetzt. „Fortschritt beginnt nicht nur in der Entwicklung – er beginnt an jedem einzelnen Schreibtisch und auch im Verständnis.”

Zehn Jahre nach der Gründung stand das Unternehmen an einem Kipppunkt. Die Firma war klein, finanziell begrenzt – und ein erheblicher Teil der Arbeit bestand aus Zulieferleistungen für andere Unternehmen. Man erfüllte Anforderungen, die nicht die eigenen waren, sondern weil man es finanziell musste. Das machte abhängig.
„Wir standen quasi mit dem Rücken an der Wand”, beschreibt Markus Janitza diese Phase. Aus dieser Enge heraus entstand eine der folgenreichsten Entscheidungen der Unternehmensgeschichte: Janitza investierte konsequent in eigene Entwicklung. Eigene Produkte. Eigene Technologie. Eigene Zukunft. Das kostete Geld, Zeit und Kraft. Erfolg kam nicht sofort. Aber der Kurs war gesetzt – und er sollte alles verändern.

Es war eine denkbar schlichte Beobachtung, aus der einer der wichtigsten Impulse für die Produktentwicklung entstand. Eugen Janitza ging durch die Entwicklungsabteilung, sah einen Messaufbau mit einer Reihe einzelner Analoganzeigen – Amperemeter, Voltmeter, Leistungsmesser, Frequenzmesser – und stellte eine Frage: „Warum machen wir nicht alles in ein Gerät?”
Aus heutiger Sicht klingt das selbstverständlich. Damals war es ein großer Schritt. Spannung, Strom, Frequenz, Leistung, Blindleistung, Cosinus Phi – alles in einem Gerät, nur ein Kabelbaum, deutlich weniger Aufwand im Schaltschrank. Das war mehr als technischer Fortschritt. Es war der Ausdruck einer neuen Haltung: nicht liefern, was andere vorgaben, sondern selbst Ideen voranbringen, die echten Nutzen stiften.
Schon in dieser Zeit beschäftigte sich Janitza mit Themen, die heute wieder im Zentrum stehen: Energieverbrauch steuerbar machen, Lasten managen, Anlagen effizient betreiben. Die Begriffe haben sich verändert. Die Grundidee blieb: Energie sichtbar, messbar und steuerbar machen.

Irgendwann reichte es nicht mehr, Messwerte nur anzuzeigen. Die Frage lautete: Wie lassen sich Daten speichern, auslesen, auswerten? Die ersten Schritte waren denkbar einfach – ein Gerät, das Strom- und Spannungswerte mit Datum und Uhrzeit auf eine Diskette schrieb. Schlicht, aber bedeutsam: Zum ersten Mal ließen sich Messdaten zeitbezogen erfassen und nachverfolgen. Aus Messwerten wurden Daten. Aus Daten wurden Informationen. Und aus Informationen entstanden neue Möglichkeiten – eine Entwicklung, die bis zur heutigen GridVis® reicht.
Eine Episode aus jener Zeit ist Markus Janitza besonders im Gedächtnis geblieben. Auf der Hannover Messe schalteten sie morgens alles ein. Natürlich lief nichts. Er schraubte den Datensammler auf, holte die Grafikkarte heraus und steckte sie wieder ein. Danach lief es – die digitale Anzeige zeigte die Messwerte live auf der Messe. „Ich bin kein Ingenieur, ich komme aus der Betriebswirtschaft. Aber Technik hat mich immer interessiert. Und manchmal entscheidet ein kleiner Handgriff darüber, ob eine Präsentation funktioniert oder nicht.”

Nach dem Studium verbrachte Markus Janitza etwas Zeit in den USA. Er sah ein riesiges Geschäftspotenzial. Ein Traum nahm Gestalt an: eines Tages eine eigene Gesellschaft dort aufzubauen.
2022 wurde dieser Traum Realität. In Ashburn, Virginia, entstand die amerikanische Tochtergesellschaft. Heute arbeiten dort mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vertrieb, Lager, Service und Support. Entwicklung und Produktion bleiben in Lahnau. Aber von dort gehen die Produkte in die Welt. Nach den USA folgten eigene Einheiten in Australien, England und Mexiko. Lahnau bleibt der Ursprung. „Wenn ich morgens aufwache, weiß mein Auto schon, wohin es fahren muss”, sagt Markus Janitza mit einem Lächeln. Hier liegt der Kern.

Janitza bleibt aber Janitza
Der KI-Boom, neue Rechenzentren, Automatisierung, Digitalisierung – der Energiebedarf wächst rasant. Die Netze werden stärker belastet. Spannungsqualität, Transparenz und Messtechnik gewinnen an Bedeutung. „Wir können hier einen echten Beitrag leisten, weil wir seit Jahrzehnten an genau diesen Themen arbeiten”, so Janitza. Von der analogen Anzeige zur digitalen Plattform – das Unternehmen kennt diesen Weg aus eigener Erfahrung.
Vierzig Jahre. Mehrere Standorte. Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Produkte, die in Rechenzentren, Industrieanlagen und Gebäuden auf der ganzen Welt im Einsatz sind. Und doch denkt Markus Janitza, wenn er auf diese vier Jahrzehnte zurückblickt, zuerst an Menschen. An seinen Vater, der mutige Entscheidungen traf und ihm Vertrauen schenkte. An seine Mutter. An langjährige Kollegen, die diesen Weg mitgegangen sind. „Denn ein Unternehmen entsteht nicht durch Gebäude oder Maschinen. Es entsteht durch Menschen, die daran glauben, mitarbeiten und auch schwierige Phasen tragen.”
Was auf einer grünen Wiese in Lahnau entstanden ist, begann mit einem Telefonanruf, einer Besichtigung und einem Satz: Jawohl, das kaufe ich. Den Rest schrieben Menschen, nicht nur damals, sondern heute und ganz sicher auch in der Zukunft.

„Ein Unternehmen entsteht nicht durch Gebäude oder Maschinen. Es entsteht durch Menschen, die daran glauben, mitarbeiten und auch schwierige Phasen tragen.”

We were there
Energie im Hintergrund, Wirkung im Vordergrund. Janitza war in den letzten vier Jahrzehnten Teil davon, in Rechenzentren, Industrieanlagen, Arenen und Infrastrukturen weltweit. Meistens im Hintergrund und immer entscheidend.
Weil wir mit dafür sorgen, dass die Systeme im Rechenzentrum jederzeit verfügbar sind.
Weil unsere Lösungen dort zum Einsatz kommen, wo störungsfreie Prozesse entscheidend sind.
Weil unsere Produkte eine Grundlage dafür schaffen, dass Stromnetze auch bei hoher Last stabil bleiben.
Weil wir wesentlich dazu beitragen, dass technische Infrastruktur stabil und sicher funktioniert.




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