Volle Last, volle Emotion – Energieversorgung im Stadion
Anpfiff, Angriff, Tor: Für die Zuschauer sind die 90 Minuten Fußball volle Emotion, ob live im Stadion oder zu Hause am Bildschirm. Möglich macht das eine zuverlässige Infrastruktur im Hintergrund, die in großen Stadien oft mehrere Bereiche abdeckt.
Es sind Experten wie Karl Knappe, Senior Expert Electrical Engineering, die diese Infrastruktur planen, aufbauen und überwachen. Diese Systeme schaffen zum einen die Basis für den verlässlichen und sicheren Betrieb des Stadions als Versammlungsstätte. Dazu gehört die Beleuchtung, vom Rasen bis zu den Kellerfluren. Durch sie können Spieler und Zuschauer jedes Detail des Spiels klar verfolgen. Diese Energieversorgung sorgt aber auch für klimatisierte VIP-Lounges, gekühlte Getränke und warme Speisen.
Die elektrische Infrastruktur sorgt auch für Sicherheit im Notfall. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) hält das Stadion völlig unabhängig vom öffentlichen Netz am Laufen. Das stellt sicher, dass die Zuschauer oder Rettungskräfte mithilfe der Notbeleuchtung im Notfall die Fluchtwege zuverlässig finden und begehen können. „Man muss solch ein Gebäude sicher entfluchten können, und die Feuerwehr muss ihre Löscharbeiten sicher durchführen können“, so Karl Knappe.
Die Betreiber moderner Stadien statten das Gebäude zudem für eine Medienübertragung aus, die flexibel erweiterbar ist. Gerade bedeutende Spiele oder Veranstaltungen benötigen eine aufwändige technische Infrastruktur vor Ort. „Je größer die mediale Umsetzung wird, desto eher kommen wir in den Bereich, dass nichts anderes als ein mobiles Rechenzentrum in dieser Sportstätte temporär errichtet wird“, erklärt Knappe. Erst dann können die Betreiber Bild, Ton und weiteres Material live und aus möglichst vielen interessanten Perspektiven zur Verfügung stellen. Schließlich ist UHD mittlerweile Standard – mit Rohdatenmengen im Terabyte-Bereich.
Daten führen zu Wettbewerbsvorteil
Streng getrennte Systeme machen den sicheren und verlässlichen Betrieb möglich. Zum einen sind Gebäudeversorgung und Broadcasttechnik klar getrennt. Eigenständige, vollständig unabhängige Netze versorgen die temporären Installationen wie mobile Rechenzentren oder Außenübertragungseinheiten. Insgesamt kann der gesamte Stadionbetrieb vom vorgelagerten Versorgungsnetz unabhängig agieren. „Egal was im Stadion passiert, egal was mit dem vorgelagerten Stromnetz passiert, diese Bereiche sind vollkommen abgekoppelt“, so Knappe.
Technisch gesehen stehen das Energiemanagement und die Überwachung der Spannungsqualität im Fokus. Das Energiemanagement ermittelt den Verbrauch. Schließlich haben größere Stadien 2 bis 3 Megawatt Anschlussleistung, was dem Bedarf von 200 bis 300 normalen Haushalten entspricht. Genau zu wissen, in welchem Bereich das Stadion wie viel Energie verbraucht, wird hier zum Kosten- und Wettbewerbsvorteil.
Die Überwachung der Spannungsqualität minimiert Betriebsrisiken. Diese entstehen durch modernere Beleuchtungssysteme, intelligente Heizungs- und Lüftungssysteme sowie Frequenzumrichter und elektronische Vorschaltgeräte. Die Systeme erzeugen Oberschwingungen, Flicker, transiente Überspannungen oder Spannungseinbrüche, die den verlässlichen Betrieb des Stadions oder des temporären Rechenzentrums in Gefahr bringen können. Kommt es dann während einer Live-Übertragung zu einem Ausfall der Energie- oder Infrastruktur, hält der Betreiber vertraglich zugesicherte Verfügbarkeiten nicht ein. Das führt nicht selten zu finanziellen und haftungsrechtlichen Konsequenzen.
Effizient und nachhaltig mit Janitza
Die Lösungen von Janitza bieten für alle genannten Bereiche optimale Lösungen. Deshalb verlässt sich auch Karl Knappe auf Janitza: „Es bedarf exakter, präzise handhabbarer Messtechnik, um diese Phänomene einzugrenzen. Dann können wir die lokalen Netze sicher und letztlich auch wirtschaftlich betreiben,“ erklärt er. Dabei spielt die Qualität der Energiedaten und ihre Live-Verfügbarkeit eine entscheidende Rolle: Je genauer und zuverlässiger die Messdaten sind, desto besser können in kritischen Situationen die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Karl Knappe: „Das ist ein Grund, warum ich mich in diesem Bereich längst dafür entschieden habe, es nicht dem Zufall zu überlassen, sondern Messtechnik und Software einzusetzen, die all diese Anforderungen erfüllen können.“
Neben all den technischen Aspekten gewinnt ein Thema in diesem gesamten Prozess eine immer größere Bedeutung: Nachhaltigkeit. Denn erst wenn das gesamte Energiemanagement von Heizung, Lüftung und Kältetechnik gut aufeinander abgestimmt ist, entstehen maximale Einsparmöglichkeiten. Karl Knappe beschreibt es so: „Ich will die Dinge technisch richtig gestalten und richtig dimensionieren. Zusammen mit historischen Daten habe ich sehr gute Anhaltspunkte für eine solide Planung und muss nicht eine Extra-Reserve einplanen.“ So wird auch technisch gesehen aus 90 Minuten Fußball eine Punktlandung. Oder besser gesagt: ein Volltreffer.
Sehen Sie hier die gesamte Folge des Janitza Energiepodcasts: „UMGehört“, Folge 1: Energieversorgung bei Events & Großveranstaltungen
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