Rechenzentren:
Wenn Stabilität entscheidet
Die deutsche Datacenter One GmbH betreibt Rechenzentren in Stuttgart, Leverkusen und Hilden. Darüber hinaus plant und baut das Unternehmen schlüsselfertige Rechenzentren innerhalb von sechs bis neun Monaten, ab 500 m² Mietfläche auch am Wunschstandort.
Der Betreiber bietet auch sogenannte Colocation-Mietangebote an. Kunden erhalten einen eigenen, abgeschlossenen Bereich im Rechenzentrum und können ihr eigenes Equipment einbauen. Damit nutzen sie die vorhandene Infrastruktur und können die Kapazitäten im laufenden Betrieb flexibel zu skalieren Die Leistungen hinsichtlich Hochverfügbarkeit sowie genaue Angaben über Netzspannung und -frequenz sind vertraglich in einem sogenannten Service-Level-Agreement (SLA) geregelt.
Projektmanager Christian Werner ist am Standort Hilden für die Einhaltung dieser Standards verantwortlich. Er kennt die Besonderheiten des Colocation-Geschäfts genau: „Wir sichern in den SLAs eine bestimmte Netzqualität mit definierten Toleranzgrenzen zu. Wenn wir das nicht einhalten, kann uns der Kunde in Regress nehmen“, fasst er zusammen.
Monitoring der gesamten Energieverteilung
Für einen verlässlichen Betrieb setzt Christian Werner auf Messgeräte von Janitza. Sie überwachen vor allem das Rückgrat der Stromversorgung: zwei voneinander unabhängigen Strompfade. Damit die Themen Hochverfügbarkeit, Energiemanagement und Kostenstellenabrechnung sauber erfasst sind, messen die Janitza Geräte in jedem Bereich des Rechenzentrums. Gerald Fritzen, Janitza Spezialist für Rechenzentren, beschreibt das Konzept so: „Wir haben eine allumfassende Überwachung installiert und beginnen bei den Primär- und Sekundärversorgungen wie den Transformatoren und Generatoren. Das geht weiter bis zu den Sekundärverteilern der Server-Racks.“ Auch die scharfen Grenzwerte für die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) erfüllt die Messtechnik.
Zu den unverzichtbaren Sicherheitsmechanismen in Rechenzentren gehört auch die Überwachung von Differenzströmen. Das sind die Ströme, die nicht im regulären Stromkreis bleiben, sondern über unerwünschte Wege abfließen. Differenzströme weisen auf Isolationsfehler hin, die zu Störungen führen können. Die Differenzstrom-Überwachung erfolgt ebenfalls mit den Janitza Geräten und zeigt in der Anlage in Hilden Werte innerhalb optimaler Grenzbereiche.
Die vermieteten Bereiche haben ebenfalls ihre eigene Stromversorgung. Die Messtechnik überwacht auch diese permanent, in diesem Fall mit günstigen Basisgeräten. „Dank der 20 Kanäle dieser Geräte können wir Differenzstrom und Betriebsströme aller Abgänge erfassen und haben sogar noch Ausbaureserven,“ so Gerald Fritzen. Zum Beispiel für lokale Alarme: Markante Warnleuchten über den Schaltschränken melden optisch mit einem orangefarbenen Lichtzeichen, wenn der Differenzstrom bestimmte Grenzwerte überschreitet.
Nahezu 100% Verfügbarkeit garantiert
Christian Werner nutzt eine Kombination aus hauseigenem Monitoring und der Netzvisualisierungssoftware GridVis® von Janitza und wertet damit die zahlreichen Messwerte der Anlage optimal aus. Über die passenden Protokolle und Schnittstellen sind zudem auch Wasserzähler oder Energiemessgeräte eines anderen Herstellers eingebunden.
Das System ermöglicht ein umfassendes Alarmmanagement, das bei Grenzwertüberschreitungen automatisch Tickets mit konkreten Arbeitsanweisungen generiert. Der diensthabende Mitarbeiter wird per App oder telefonisch benachrichtigt. Reagiert er nicht in einer definierten Zeit, wird eine weitere Person alarmiert. So ist rund um die Uhr eine nahezu 100-prozentige Verfügbarkeit garantiert. Genauso, wie es in einem Rechenzentrum erforderlich ist. Denn hier entscheidet vor allem eines: Stabilität.
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